Longo-Methode
Longo-Methode
Hämorrhoiden sind Blutgefäße unter der Schleimhaut, die wie weiche Kissen den oberen Afterkanal ringförmig auskleiden. Ihre Funktion ist die Abdichtung des Analkanals. Wenn sie sich jedoch vergrößern und langsam nach außen gedrückt werden, können Beschwerden auftreten - man spricht dann vom Hämorrhoidalleiden. Je nach Schweregrad der Erkrankung kann in vielen Fällen nur eine Operation helfen.

Die Hämorrhoidenoperation nach Longo ist mittlerweile Standard geworden. Die Schwellpölster werden nicht mehr wie bei früheren OP-Techniken weggeschnitten, sondern belassen und durch eine spezielle Technik in den Analkanal hochgezogen. Dadurch bleibt die Funktionalität des Anus erhalten.

In Allgemeinnarkose wird ein Analspreizer in den After eingeführt, damit eine Naht in die schmerzunempfindliche Mastdarmschleimhaut gelegt werden kann. Ein Stapler-Gerät (siehe Abbildung) stanzt eine Schleimhautmanschette aus. Durch die Schleimhautraffung werden die Hämorrhoiden nach oben reponiert (Lifteffekt), die Klammernahtreihe fixiert sie. Zusätzlich kommt es zu einer Verbesserung des Blutabflusses. Die Operationsdauer umfaßt nur ca. 15-20 Minuten. Bei dieser neuen Technik kommt es zu keinen offenen Wunden am After und die Funktion des Analkanals bleibt intakt. Dieses Verfahren ist nahezu schmerzlos, die Klammern gehen unbemerkt mit dem Stuhlgang ab. Die Patienten können nach nur wenigen Tagen das Krankenhaus verlassen und sind wieder voll einsatzfähig.